Wieviel Trek wir schon haben…

Heute mal ein wenig OffTopic, auch wenn ich mich gleich wieder dem sechsten Kapitel widmen werde 😉
Zuvor jedoch möchte ich über ein paar Dinge schreiben, die mich in den letzten Tagen bewegt haben – neben der Fußball-WM, die aber in ihrer positiven Wirkung auch zu großen Stücken in ein Weltbild passt, wie es Roddenberry sich gewünscht hätte.

Ich bin nicht der Klischee-Star-Trek-Fan, der in Verkleidung auf Conventions geht und besser klingonisch als englisch spricht 😉 aber ich bin ein Fan. Die Prognose das in einer möglichen Zukunft keine Armut mehr herrscht, die Menschen darauf bedacht sind sich und den Rest der Welt weiter zu bringen, ist in Zeiten von Sparpaketen und immer mehr Politikverdrossenheit ein Silberstreif am Horizont, der jedoch von vielen als utopisch abgetan wird.

Wenn man sich jedoch einmal einschaut welche dieser „utopischen“ Visionen es bereits gibt und welche Wege schon beschritten werden, dann hege ich doch Hoffnung, das die Dinge doch anders kommen können, als sie sich manchmal abzeichnen. Einige dieser Entwicklungen möchte ich im Folgenden einmal zusammenfassen.

Der Kommunikator
Der Klassiker. Wer fand diese piepsende Klappdose nicht toll… tja und wer kennt das Gerät von Motorola nicht?! 😉

Der Universalübersetzer
Was wäre wenn jeder Mensch auf der Welt den anderen verstehen könnte? Zugegeben – ursprünglich in Star Trek entwickelt um zu „erklären“ warum denn alle Aliens englisch können – die Idee eines universellen Übersetzers ist genial. Und sie ist nicht mehr utopisch. Die Firma Voxtec bietet mit dem Phraselator P2 ein Gerät an, das mit bis zu 40 Sprach-Bibliotheken daherkommt.

Das Pad
Mobil arbeiten. Schnell rumreichen, wie ein Blatt Papier. Wer wollte nicht auch schon immer die aus TNG bekannt gewordenen Pads sein eigen nennen? Tja und jetzt gibt es iPads, Kindle’s und viele andere Vertreter dieses Gerätetypus.

Beamen
Vom einen zum anderen Ort ohne Zeitverlust reisen – das Beamen war und ist immer schon eine besondere Erfinung von Star Trek. Wissenschaftler haben diese Fiktion aber zur Realität gemacht. Zumindest teilweise jedefalls – es gelang ein Photon, also ein Lichtteilchen, zu „beamen“. 2004 war nach 600 Metern Schluss. 2007 jedoch gelang es bereits eine Strecke von 140km zwischen La Palma und Teneriffa zu überbrücken.

Natürlich sind wir da noch weit weg, selbst „transportiert“ zu werden – aufgrund der hohen Datenmengen technisch unmöglich sagt man – aber irgendwann hieß es ja auch, die Schallmauer zu durchdringen sei unmachbar 😉

Das Holodeck
„Computer – Programm starten“ – Ebenfalls ein Produkt aus der TNG-Ära entstand hier ein „Freizeitangebot“ für lange Missionen im tiefen Weltraum. Mittels Kraftfeldern und Holografie wurden dabei realistische Welten erschaffen, welche sich mit allen Sinnen erfahren lassen konnten.

Auch diese Erfindung aus Star Trek wird mehr und mehr real. Holografie ist nichts unbekanntes mehr. 3D-Fernseher und -Kinos sind in aller Munde. Computerspiele sehen immer „echter“ aus und erste Versuche für Holografien mit echtem, haptischem Feedback gibt es bereits auch – seht selbst:

Hyposprays
Viele haben Angst vor Spritzen. Brauch keiner haben 🙂 Zwar heißen die geräte nicht Hyposprays, sondern Impfpistolen, aber das Prinzip ist das gleiche. Via Hochdruck wird das jeweilige Serum direkt durch die Haut „geschossen“.

Kein Geld mehr in der Zukunft?
„Die Wirtschaft in der Zukunft funktioniert ein bisschen anders…“ und „… in der Zukunft gibt es kein Geld“ – so klingt es dem einen oder anderen noch in den Ohren und grundsätzlich ist der Gedanke daran, das alle Menschen im Grunde nur noch das Allgemeinwohl und nicht mehr ausschließlich den eigenen Profit vor Augen haben eine sehr positive Sicht auf die Zukunft. Wie aber soll sowas funktionieren? Warum sollte jemand arbeiten, wenn er kein Geld mehr dafür bekommt? Jeder kriegt das selbe, wie im Kommunismus? Das das nicht funktioniert, ist keine Unbekannte mehr.

Allerdings sollte man sich der optimistischen Sicht auf „Morgen“ nicht verschließen, denn es gibt Ideen zu einer Welt, bei der es nicht mehr darauf ankommt um die immer weniger werdenden Arbeitsplätze zu kämpfen mit dem Resultat, das der Sozialstaat früher oder später unter seiner eigenen Last zusammenbricht. Ein Modell was mich hier sehr beeindruckt hat, ist das bedingungslose Grundeinkommen. Was würdet Ihr tun, wenn Eure Existenz gesichert wäre? Wenn jeder Verdienst nur noch „oben drauf“ kommt? Wenn nicht mehr jeder Job angenommen werden müsste, sondern man auch „Nein“ sagen kann, um z.B. eigene Ideen zu verwirklichen?!

Die 100 Minuten sollte es Euch wert sein:


Wenn man sich die Punkte oben so ansieht, ist es schon beeindruckend, wie sehr eine Serie und später die Filme dazu geführt haben, ganze Generationen zu inspirieren. Das ist für mich mit ein Grund warum ich Fan dieses Phänomens bin und das ist auch ein Grund, warum mit Origins ein Stück mehr zu diesme Ganzen entstehen soll, was vielleicht wieder andere inspirieren kann. Schlechte Presse und desaströse Szenarien gibt es wirklich genug auf der Welt – Man darf sich nicht einfach davor verschließen, keine Frage, aber man darf auch seinen Blick auf das Positive nicht verlieren.

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