Star Trek XI – Eine Kritik

startrek11enterpriseGestern Abend war es endlich soweit. Nach monatelangem Warten wurde es dunkel im Kinosaal und mit dem Paramount-Logo begann eine zweistündige Reise durch das neue „Star Trek“.

Meine Eindrücke und mein Fazit zum neuen Film von J.J. Abrams möchte ich Euch im Folgenden kurz zusammenfassen.

VORSICHT: Spoiler!

Ich muss sagen das ich mich lange nicht mehr so sehr auf einen Film gefreut habe wie auf Star Trek.
Immerhin ist es sieben Jahre her seitdem mit Nemesis das letzte Kinoabenteuer auf Reisen ging und wohl alle Fans haben sich gefragt, wie es nun weitergehen würde.

Um es vorweg zu nehmen: Ich habe vor meinem Kinobesuch gestern die offizielle Vorgeschichte in Form des Comics „Star Trek Countdown“ gelesen und war entsprechend auf den durch Rache angetriebenen Nero, den gescheiterten Spock und auf das durch Borg-Technologie verbesserte Borhschiff „Narada“ vorbereitet.

Hätte ich dieses Vorwissen nicht mitgebracht – mir hätte der Film noch mehr offene Fragen hitnerlassen, als er es leider auch so schon tat.

Die erste Hälfte

kelvinGrandiose Effekte

Schon in den ersten Minuten geht es wirklich zur Sache und das in wirklicher Star Trek-Manier.
Die Narada, das Schiff der durch ein schwarzes Loch in die Vergangenheit geschleuderten Romulaner, taucht direkt vor der USS Kelvin auf und eröffnet das Feuer.

Die Kelvin hat keine Chance und ihr Captain hat keine Wahl als sich dem finsteren Nero zu stellen.
Wir erleben ein spannendes Gefecht in deren Verlauf Lt. Gerorge Kirk das Kommando übernimmt und sich heldenhaft opfert um seine Crew, seine Frau und seinen noch ungeborenen Sohn James T. Kirk zu retten.

Der Einstieg hätte besser nicht sein können und so versprach ich mir noch einiges vom Rest des Films.

25 Jahre

neroRache ohne Ende?

Leider fangen hier auch schon meine Schwierigkeiten mit Star Trek XI an… Nach dem Angriff auf die Kelvin zieht sich Nero offenbar zurück und tut… nichts.
Das jedenfalls will der Film einem glauben machen, aber das passt meiner Meinung nach nicht zu jemandem, der von Rache getrieben ist und Hass auf Vulcan und auf die Föderation verspürt.

Angeblich wollte er auf Spock warten, der kurz nach ihm in das schwarze Loch gezogen wurde, aber nicht zeitgleich in der Vergangenheit landete… Was aber treibt jemand mit einem bis an die Zähne bewaffneten Schiff ein viertel Jahrhundert lang und wie tief muss dessen Hass sein, damit er später immer noch voller Zorn endlich Vulcan und später auch die Erde auf’s Korn nimmt?!

Vulcan stirbt

liebeleiZeit für eine Liebelei?

Dieser kleine Holperstein mag noch als verschmerzlich erscheinen, aber mit dem Gefühl „Hab ich jetzt irgendwas nicht mitbekommen“ blickte ich entsetzt auf die Szenen, in der Nero innerhalb Vulcans ein schwarzes Loch erzeugte und der Planet nun implodierte.
Der kommandierende Offizier Spock weißt hierbei Uhura an, sofort Vulcan zu warnen, da dem Planet nur noch Minuten bleiben würden… Madamme jedoch verlässt zunächst Ihre Station um zu Spock zu eilen und ihn in den Arm zu nehmen… Millionen Leben retten durch Frühzeitwarnung – Wozu?!

Das ganze eskalliert dann auch noch später in einer Liebesszene, in der Uhura im Transporterraum um den Hals fällt und die beiden sich küssend und schluchzend in den Armen liegen… Wenigstens erfährt man so den Vornahmen der schönen Kommunikations-Offizierin, aber mal ehrlich… das ist das Flagschiff der Föderation … Es ist die Enterprise … es herrscht Krieg … und die spielen da Beverly Hills 90210?

Teenager-Brücke

brueckeSo souverän wie auf diesem Bild wirkt die Crew in Aktion noch nicht

Überhaupt entdeckt man mehr und mehr Ungereimtheiten… So besteht die Brückencrew des Flagschiffs (!) hauptsächlich aus Jungspunten und Teenagern – Kadetten die noch nicht mal ausgelernt haben und nun das beste Schiff der Flotte steuern dürfen … Zugegeben … als Sulu den Warpstart verpatzt, ist das eine lustige Szene im Film, aber irgendwie fragt man sich, ob ein 17-jähriger Checkov wirklich hätte sein müssen.

„Praktisches Design“

wasserrutschenLustige Wasserrutsche

Die Praktikabilität ist es die mich hierbei stört… Ich kann es Abrams einfach nicht abkaufen, das es keine anderen Schiffe im Föderationsraum gibt, die schnell genug reagieren können, so das es erforderlich wird, die Fahrschüler ans Steuer zu lassen.
Das ganze setzt sich dann im Design der Raumschiffe fort…
An Bord der Enterprise sieht man neben dem Maschinenraum und der Wasseraufbereitung auch „Arbeitshallen“ wo zahlreiche Kadetten/Offiziere ihre Arbeit an Konsolen verrichten… Allerdings wirkt alles so dermaßen durcheinander und „unbenutzbar“ das man sich fragt, wie hier organisiertes Handeln möglich sein soll.

Die Krönung hierbei sind im Zickzack verlaufende Rohrsysteme für die Frischwasser-Aufbereitung die lustiger Weise auf und ab durch die gesamte Halle verlegt wurden und – natürlich – am Ende in einem riesigen Mixer enden…

Hier sieht man Abrams Anspruch – Hauptsache eine Szene ist witzig/entertainig (hier konkret, beamt sich Scotty in eben diese Wasserleitung), ob die Glaubwürdigkeit dabei auf der Strecke bleibt ist egal…

Das Ende

naradaDie Narada

Tja und so begibt es sich auch, das der große Bösewicht Nero auch sang- und klanglos untergeht und irgendwie die ganze Zeit mehr oder minder passiv ist, während sich Kirk, Spock, Uhura und die anderen alle lieben lernen und nur so nebenbei die Galaxis retten.

Die in den ersten Minuten des Films greifbare Bedrohung kann sich meiner Meinung nach leider nicht bis zum Ende hin durchziehen und so ist freut man sich fast mitleidig für Nero, als er endlich abtreten darf und sein Schiff in einem erneut erzeugten schwarzen Loch gefaltet wird.

Fazit
Alles in allem wird Abrams wohl erreichen was er und Paramount geplant haben… Der Film wird erfolgreich sein.
Die vielen Vorschuss-Lorbeeren zahlen sich aus, sind aber meiner Ansicht nach nicht alle 1:1 gerechtfertigt.

Zwar hat der Film durchaus seine Momente, aber für mich sind ein paar witzige Sprüche und gute Effekte eben nicht alles.

Der Film wirkt für mich etwas wie ein Pappaufsteller, der wenn man ihn von der Seite betrachtet leider nicht viel Tiefe aufweist. Vieles geht unnötig schnell und passierr leider zum Teil auch „unlogisch“.

Die Musik ist recht unauffällig und das einzige Thema wird für meine Ohren viel zu oft „verwurstet“. Die Effekte sind – typisch ILM – State of the Art und auch die Choreographie ist stimmig.

Nach einer Nacht „darüber schlafen“ bleibt bei mir leider der fade Beigeschmack einer Space-Soap zurück, die zwar durchaus potential hat in die großen Fußstapfen Star Trek’s treten zu können, es jedoch aufgrund benannter Probleme nicht schafft.

Vielleicht war die Erwartungshaltung auch einfach zu groß, aber leider konnte mich Star Trek XI nicht überzeugen. Der Film ist nicht unbedingt schlechter als seine Vorgänger, im Gegenteil – er versucht neue Wege zu gehen – aber leider geht er dabei auch einher mit neuen Fehlern, die mir den Spass am Ganzen doch etwas zu trüben vermochten.

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25 Kommentare

  1. Oha. Ich hab nur das Fazit gelesen, und das sieht ja nicht so dolle aus.

    Dann wird das wohl ein Fall für Blu-ray statt Kinoleinwand. Und die wird dann so lange geguckt, bis der Film gut wird.
    Bei Indiana Jones 4 hat das ja auch geklappt. Also… das wird es. Irgendwann. Ganz bestimmt… ;o)

  2. Hehe 🙂
    Ich wollte niemanden die Erfahrung nehmen mal wieder Star Trek im Kino zu sehen … deshalb hab ich auch bewusst geschrieben „SPOILER“.

    Außerdem bin ich nicht das Maß aller Dinge… Es gibt auch durchaus Leute in meinem Bekanntenkreis, die Indiana Jones 4 gut fanden 😉

    Und: Ich glaub sogar – trotz allem – das ich mir den Film nochmal, dann aber auf Englisch angucken werde … ich denke das „Gefallen“ hatte auch mit der deutschen Synchro zu tun (ganz vergessen zu schreiben)… Und: Ich bin schon für andere PopCorn-Filme gerne ins Kino gegangen… meine z.T. doch recht harsche Kritik gründet auch auf der Tatsache, das wir ja selber grad stark in einer Story stecken und da einfach manche Dinge bewusst nicht machen, die Orci und Kurtzman offenbar nicht gestört haben 😉

  3. Also ich hab den Film heute endlich gesehen und fand ihn gut. Teilweise sogar viel zu witzig um noch irgendwie ernstgenommen zu werden. Das geht schon sehr stark ins Parodische. ABer ein durchaus spannendes Werk mit mehr Anspielungen als auf eine einzelne Kuhhaut passen. Und es ist wirklich eine ganz neue Art Star Trek. Allerdings war die jugendliche Ungestümheit der Protagonisten doch sehr überzeichnet. Würde ihn auch gern noch auf englisch sehen.

  4. Jo… wie geschrieben – englisch werd ich auch nochmal schauen…
    Die Anspielungen, der Witz, die Action, die Protagonisten – das fand ich alles super…

    Nur mit der recht schwachen „Begleit“-Handlung hab ich so meine Probleme…

  5. Perfekt war er sicher nicht, z B dass man den Kapitän reizen muss und kann dann das Kommando übernehmen, oder das Spock Kirk einfach mit einer Kapsel aussetzt.

  6. Was ich nicht nachvollziehen kann ist, das der Film so überwiegend gehyped wird… wie sehr ich dazu bereit war diesen Film „zu lieben“ kann ich gar nicht beschreiben, nur ein „9 von 10er“ ist der Streifen einfach nicht.

    Entweder haben die ganzen Kritiker den Film nie gesehen und schreiben jeweils vom anderen ab, oder heutzutage gilt sowas tatsächlich als „Meilenstein der Cineastengeschichte“.

    Hätten Sie nur bessere Storywriter geholt… aber nein… Abrams hat ja durch die Bank weg Vetternwirtschaft betrieben (was ok ist, wenn die Leute es drauf haben).
    Eine solide & spannende Story, kein unsinniges Interior-Design, ein paar verwackelte Actionshots weniger, etwas mehr Emotion bedenkt man den Tod und die Tragik welche mit der Auslöschung Vulcans einhergeht und ich hätte kein Problem mit dem totalen Reboot – also der Auslöschung der 40 Jahre umspannenden Zeitlinie die wir als Star Trek kennen – gehabt … aber so kann ich nur sagen „schade“.

    Nebenbei – ich war gestern in „Wolverine“ … der hat mir richtig gut gefallen – nicht perfekt, aber gut.

  7. Leeeideeer 🙁
    Aber die Zahlen sprechen ja für den Erfolg… letztendlich kommt es darauf an… mir und vielen anderen aber vermutlich nicht … und das heißt nicht das ich ein „nerdiger Trek“ bin.

    Durch die Arbeit an Origins stecke ich persönlich ja in der Materie eine Story zu entwickeln die a) funktioniert und b) trotzdem Spass macht… Ich glaube wir haben da was gutes hinbekommen und auch andere Autoren sind in der Lage was sauberes hinzulegen…

    Das Werk von Orci und Krutzman jedoch hat soviel Tiefgang wie ein Blatt Papier und das ist schade.

    In dem Puzzle was letztendlich den Film ergab waren alle Steine soweit da (Action, Effekte, Musik … naja) aber das Teil in der Mitte, was das Bild perfekt macht, die Story, fehlte einfach…

  8. Hab mir den Film auch angesehen und stehe dem mit gemischten Gefühlen gegenüber. Zuerst muss ich sagen ich fands gut das Abrahams versucht hat die „wirkliche“ Geschichte nicht zu ändern. Zu den Charakteren: Kirk fand ich vom Aussehen nicht wirklich passend. Scotty konnte man total vergessen. Gelungen fand ich vorallem McCoy und Spock. Wobei Spock viel zu gefühlsbetont war. Ne Beziehung mit Uhura? Neeeeee, das geht ja mal garnicht. Wenn man bedenkt wie Chapel versucht hat Spock anzumachen…., aber lassen wir das.
    Aber an sich war der Film garnicht übel. Ich wäre sogar für ne Fortsezung. Eins ist mir allerdings sehr aufgestossen. Die schlechte Kameraführung. Es sind sehr oft nur halbe Gesichter zu sehen (nämlich Mund und Kinn). Außerdem wirkte das ganze teilweise ziemlich hektisch. UND VERDAMMT NOCHMAL WO WAREN DIE ROTEN TÜREN!!!????

  9. Stimmt… die roten Türen fehlten! 😀
    Ich bin ja mal gespannt, ob es evtl. einen Directors Cut geben wird…

    Aus dem Trailer gibt’s z.B. diese eine Szene wo Nero sich mit den Klingonen anlegt … die hat’s ja z.B. nicht ins Kino geschafft…

    Vielleicht wird der Film noch richtig gut, wenn man ein paar Schnipsel vom Schneideraumboden aufhebt und wieder reinklebt 😉 Könnte mir vorstellen das so das eine oder andere Story-Loch gestopft werden könnte…

    Das mit Spock und Uhura ist allerdings das einzige was man wohl nicht so schnell relativieren kann… Das stieß mich vollends vor den Kopf, wenngleich ich hätte drüber wegsehen können, wäre der Rest stimmig gewesen.

  10. Vielen Dank für diese durchdachte Kritik, die das Problem des Films auf den Punkt bringt – Die Story.

    Was mich am meisten stört sind der wirklich haarstäubende Umgang mit der Zeitlinie. Denn wir wissen ja – verändert man die Zeitlinie hat das Konsequenzen für den ganzen Rest der noch danach kommt. Das ist eines der Ur-Trek Prinzipien, siehe z.B. Star Trek VIII: Verändere ich die Zeitlinie muss ich den Schaden in der Vergangenheit wieder gut machen, sonst ist die bekannte Zeitlinie futsch. Dumm nur dass

    *SPOILER*
    JJ Abrams im neuen Film den gesamten Planeten Vulkan zerstört
    *SPOILER ENDE*

    Somit ist alles was wir aus 40 Jahren Star Trek kennen futsch. Die Erklärung, das mit dem Eingriff in die Vergangenheit bei Star Trek XI eine neue Zeitlinie entsteht, die Alte aber weiterhin existiert scheint für mich eher eine Ausrede zu sein. Wirklich logisch ist das nicht.

    Den Rest des Filmes finde ich übrigens durchaus sehr gut, kleinere Schwächen wie Kirks „Ausflug“ auf den Eisplaneten oder Spocks und Uhuras liebelei sind meiner Meinung nach nicht soooo störend. Wäre es so schwer gewesen in der gewohnten Star Trek Zeiltlinie zu bleiben?

  11. das mit der Zeitlinie finde ich im Nachhinein gar nicht so schlimm.
    Im Gegenteil…
    So kann man im Grude die komplette Geschichte neu erzählen und die DVD’s mit den Alten Filmen/Serien verschwinden ja zum Glück nicht aus dem Regal 😉

    Der Schachzug war klug, denn so ist jetzt jeder gespannt darauf wie es weitergeht und das „Ok, jetzt kenn ich den Anfang – weiß ja ansonsten wie es weitergeht“ bleibt aus.

    Der ganze Film hätte einfach etwas mehr Glaubwürdigkeit vertragen können…
    Eine kleine Erläuterung hier, eine kleine Szene dort … und schon gäb es deutlich weniger Kritik denke ich…

    Aber wie gesagt… ich hoffe(!) das es eine Art „Director’s Cut“ geben wird… da solche Mehrfach-Verwurstungen ja aber ohnehin in Mode sind, bin ich zuversichtlich 😉

  12. Hmm, ich kann beim eingeben meiner Daten die Schrift nicht lesen und im Firefox kann ich überhaupt keinen Kommentar schreiben. Seltsam.

    Also ich, als nicht-trekkie fand den film grandios. ich kann verstehen das fans das anders sehen, aber für mich war er sehr unterhaltend =)

  13. Öhm… im Firefox klappt das schreiben bei mir… was passiert denn bei dir?

    Und das Schrift-Problem fixe ich.. die Schrift ist da aber irgendwie weiß auf weiß … danke für den Hinweis.

  14. Ich mag diesen Film! 🙂

    Die Story is bissl arg flach, aber der Ansatz – grandios!

    Außerdem haben die meisten Kritiker (Vulkan zerstört, Star Wars Anspielungen) keine Phantasie! Tut mir leid für Euch! Ich hab sie! 🙂

    Mehr JJ und BITTE eine etwas logischere und tiefergehende Story!

    Ihr machts im zweiten Film besser Jungs! 🙂

  15. ja… über viele Dinge hätte ich auch hinwegsehen können, nur das wichtigste – die Story – kann man einfach nicht mit Lensflares übertünchen 😉

  16. Die Zeitlinie war und ist für mich als „alten“ Star-Trek Fan sehr wichtig, alles was uns in 40Jahren begeitet hat ist nun futsch, die Story hat so nicht stattgefunden. Der Timer ist auf Null gestellt, die DVDs können verschrottet werden weil sie eine Zeitlinie beschreiben die so nicht mehr stattgefunden hat.
    Um die Lösung, der jetzt entstandenen Logikprobleme im Star Trek Universum, erleben zu können – dafür werde ich wohl als Endvierziger zu alt sein.

    Ich war mit ein Paar Kumpels ähnlichen Alters im Kino,
    das resume war „nochmals 40Jahre, das können und wollen wir uns nicht mehr antun!

    Also DVDs auf dem nächsten Flohmarkt verramschen und zukünfiges ignorieren!

    Ich für mich fand die Story nur flach, die abläufe unlogisch, die Kammeraführung zu hektisch und den Ton zu laut!
    Aber das ist der Zeitgeist. Dieser Film sollte ja auch nicht den „alten Fan“ binden sonder eine neue unbelastete Generation von Zuseher ansprechen.

    Schon schmerzlich wenn man weis das man nicht mehr zur Zielgruppe gehört!

  17. Mhh… kann ich zum einen nachvollziehen, zum anderen muss man ja seine vorhandenen DVD’s nicht verschrotten 😉

    Denke vielmehr das die Zeitlinien parallel weiterexisiteren.
    Klar hätte ich mir auch etwas anderes gewünscht, aber so gesehen hat man jetzt alle Freiheiten, was an sich eine gute Sache ist, wenn… tja und auf dieses „wenn“ kommt es mir halt an … man sich mit Respekt mit der Materie Star Trek auseinandergesetzt hätte und keinen dummen Popcorn-Film gemacht hätte.

    Die Werte aus Star Trek, die positive Sichtweise auf eine mögliche Zukunft, ethische Beweggründe, sind im neuen Film auf ein verwackeltes Minimum reduziert und ehrlich gesagt hat „Star Trek“ das nicht nötig.
    Star Wars war immer die große Space-Opera bei der es mehr auf Geballer ankam und ich liebe Star Wars. Bei Star Trek erwarte ich zum Dinner einfach mehr „Fleisch“ auf dem Tisch und kein vom Nachbartisch geklautes und angekautes Salatblatt.

    Man kann sich den Film ansehen und ich – sollte es eine Extended Version geben, die zumindest ein paar der vorhandenen Logiklöcher füllt – werde mir den Film vermutlich auch als BluRay kaufen, aber man muss sich halt dabei bewußt sein, das sich der Kurs geändert hat.

    Diese neue Richtung führt aber zum Glück nicht dazu, das ich alle „alten“ Serien und Filme einstampfen muss 😉

  18. Wir werden sehen wie der Film angenommen wird.
    Erst beim Verkauf der DVDs kann man sehen ob der Film ein Erfolg ist.

    Es wäre vielleicht doch besser gewesen, man hätte den Mumm gehabt, was ganz Neues zu machen!

  19. ja, vielleicht.
    Aber die Grundidee ansich, wieder „zurück zu gehen“ fand ich so schlecht ja nicht.

    Die Picard-Ära ist zwar in meinen Augen de deutlich „geistreichere“, aber wirklich „Abenteuer“ gabs halt bei Kirk… Allerdings finde ich auch hier wurde das Thema verfehlt: Die „Aufbruch-ins-All“-Stimmung, dieses Pioniers-Feeling ist durch die Apple-Store-Brücke und den ganzen New-Age-Schnick-Schnack auf der Strecke geblieben.

    Da lob ich mir ENTERPRISE. Wie die Herren den „taktischen Alarm“ erfinden und überhaupt das permanente „Unterlegen-sein“ .. das macht doch erst Spannung…

    Etwas, das mir auch sehr gut bei der Neu-Erfingung von Battlestar Galactica gefallen hat.
    Nicht das omniponente Flagschiff der Flotte, sondern der Eimer der kurz vor der Verschrottung steht ist die Nussschale, die alle an Bord sicher durch die Gefahren bringen muss.

    Alles andere ist doch langweilig – ist so als ob man ein Spiel auf „God-Mode“ durchspielt, ohne Gefahren, ohne Reiz.

  20. Da bin ich ja jetzt froh, dass ich noch ein paar andere Stimmen zu dem Film gehört bzw. gelesen habe. Ich hab auf anderen Seiten nur positive Kommentare gelesen und mich gefragt ob wir unterschiedliche Filme gesehen haben.
    Ins Kino hatte ich es seinerzeit nicht geschafft und habe mir stattdessen die DVD gekauft. Ich bereue es aber schon fast, dass ich dafür Geld ausgegeben habe. Ich habe ihn die Tage, zusammen mit einem weiteren Trekki, geschaut, und wir haben den Film abgebrochen. Ein absolutes Novum bei uns.
    Wir hatten anfang schon etwas Probleme reinzukommen und es wurde auch nicht wirklich besser, aber als dann „Spok“ und „Uhura“ im Fahrstuhl geknutscht haben…. Da war für uns der Zeitpunkt erreicht um abzuschalten. Mit Star Trek hatte das nichts zu tun! Für mich ist von den eigentlichen Figuren und deren Charakteren nicht wirklich was erkennbar gewesen.
    Und die Implusion von Vulkan und der Tod von Spoks Mutter, beides wichtige Bestandteil der vorangegangen Filme (in der Zeitlinie müsste es aber heißen: beides noch wichtig für zukünftige Ereignisse), haben auch nicht wesentlich zu meiner Begeisterung für den Film beigetragen.
    Sollte J.J. Abrams für den nächsten Film verantwortlich sein, werde ich es mir sehr sehr gut überlegen ob ich Geld für eine DVD ausgebe.

  21. Ich finde die Idee hinter der Story genial, an sich die Story passt 1:1 in Star Trek allerdings haben die diesen Grundgedanken den die Story dann einbringen sollte durch einiges zunichte gemacht.
    Die haben die Raumschiffe dort total verwurstet zu der Zeit wäre keines der Schiffe in einem Moderneren Design gewesen wenn man sich mal TOS anschaut und dann den 11. Film dann haben die total daneben geschoßen denn am Schiffsdesign konnte sich erst nach der zerstörung der Kelvin was ändern weil davor ja alles noch zeitlich korrekt lief heißt die Kelvin hätte wie ein Mittelding aus NX-Klasse und schiffen aus dem 22. Jahrhundert designt worden sein müssen und nicht komplett neu.
    Dazu die Liebes szenen zwischen Spock und Uhura, da soll man mal bedenken das Spock nie eine Liebelei mit einem Crewmitglied gehabt hätte egal wie unbeherrscht seine gefühle als Kind waren.
    Chekovs alter war korrekt gewählt er war einer der jüngsten Bord Offiziere in der Geschichte der Sternenflotte hab da keine Einwände, am besten fand ich Pille er war so ziemlich der einzige dessen Charakter den aus TOS wiederspiegelte.
    Ich hoffe für den 12. film überlegen die sich mal was die Falsch gemacht haben oder noch besser sie machen eine Fortsetzung nach Nemesis und nehmen wieder die Alte Zeitlinie wo Data Captain wurde!!!

  22. Hi Lenz,
    die Grundidee sich zu lösen (wenn man schon ein Prequel machen muss) und etwas Neues zu erzählen ist sicher nicht verkehrt gewesen, jedoch sind nette Effekte und das Star-Trek-Logo nicht alles, um einen guten Film zu machen.
    Nehmen wir Nemesis (es ist wohl leider ausgeschlossen das man hier je wieder – direkt – anknüpfen wird)… sicher, die Idee war nicht neu und überhaupt gab es so einiges wo man sich an den Kopf fassen musste (z.B. diese Auto-Verfolgungsjagd auf diesem überstrahlten Planeten), aber … es war Star Trek. Die Story beschäftigte sich mit einem Thema über das man durchaus nachdenken kann… Angenommen man existiert zweimal und wächst unterschiedlich auf… wie unterscheidet man sich… wie entwickeln sich welche Potentiale…
    Es war nicht optimal umgesetzt, aber es war da… bei Star Trek 11 … was gab es hieran tiefgründigeres als Kirk wie er sich unter dem Bett einer Kadettin versteckt? Es gab vieles was witzig war und der Film hatte eine gewisse Spannung und Geschwindigkeit, aber eben nicht mehr Inhalt als „Bösewicht will alles kaputt machen und Kirk und seine – durch das Schicksal an ihn gebundenen – Leidensgenossen halten ihn auf“.
    Ich erwarte nicht den moralischen Zeigefinger (vielleicht wurde das dem ursprünglichem Franchise auch zum Verhängnis?), aber nunmal anspruchsvolle Unterhaltung. Ich mag mich nunmal nicht berieseln lassen, sondern ich will mitdenken und mitfiebern. Zusammengenommen mit den angesprochenen Lücken und schlichtweg dummen Ereignissen (Kirk einfach mal von Bord schießen, anstatt ihn in die Brigg zu bringen. Löcher in Planeten boren anstatt einfach ein Schwarzes Loch in der Umlaufbahn zu erzeugen. Etc.) haben mit den Filmgenuss einfach verleidet.
    Leider auch so sehr, das ich mit gemischten Gefühlen auf Star Trek 12 blicke. Ich hoffe natürlich der Film wird gut. Ich glaube aber das die Macher nicht mehr bieten können als Popcorn-Kino ohne mehr Inhalt als aufgeplatzter Mais… Jedenfalls kenn ich nichts von Abrams und Co was mich sonderlich überzeugt hat… Super 8 fand ich ganz nett, aber das eher aus dem Grund, weil der Film in die Fußstapfen von Goonies, ET und Stand by me treten wollte … wirklich anspruchsvoll war der Plot hier ebenfalls nicht…

    Abwarten. Vielleicht haben Orci & Co. die lange Zeit genutzt und überraschen uns alle mit einem wirklich rundum guten Film.
    Ich hoffe es … auch für Star Trek an sich.

    VG
    Werner

  23. Kritik ist hier jede Menge, was aber nicht erwähnt wurde und trotzdem gesagt werden sollte ist das Abrams NIE ein star trek fan war. Was bedeutet das der Film ganz anders als seine Vorgänger ist (Was ja nicht schlecht ist). Und jeder weitere Film (wenn es den noch welche geben sollte) werden unweigerlich nur schwer verdaulich von echten Star Trek Fan´s angenommen. Das ist wohl keine einfache aufgabe als Regiseur eine Brücke schlagen zwischen dem alten ST TOS/TNG/DS9/VOY+Filme und einer völlig neuem idee wie man das alte wieder neu machen kann. Aber wie schon erwähnt wenn der Regisseur nichtmal echter Trekkie war, wie soll das bitte gehen?

    (Ich weiss der Film ist seid uhrzeiten schon im Kino gewesen und diese Kritk mag alt sein, aber ich finde es sollte trotzdem gesagt werden: Frisst nicht jeden scheiss den Hollywood ausspuckt)

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